Sharing Economy

Teilen macht Spaß – aber ist es auch wirklich sozial?

Urlaubsplanung für den nächsten Städtetrip: Anreise mit BlaBlaCar, Zimmer über Airbnb, für kurzfristigen Transport in der Stadt ruft man sich einen Fahrer über Uber. Zumindest über manche dieser Optionen hat der eine oder die andere sicherlich schon einmal nachgedacht oder sie genutzt. Gerade unter jungen Menschen erfreuen sich nach meiner Erfahrung die genannten oder vergleichbare Dienste großer Beliebtheit, versprechen sie doch preisgünstiger, ressourcenschonender und persönlicher zu sein als die klassischen Alternativen. Günstig und (trotzdem) ein gutes Gewissen? Da freut sich der bewusst lebende, sozial aktive Student. Auch die Unternehmen scheinen zufrieden, jedenfalls hört man immer wieder von steigenden Nutzerzahlen. Ist die sogenannte Sharing Economy ein zukunftsweisendes Modell oder eher eine große Blase, die Risiken und Gefahren birgt?

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Das ideale Grundprinzip des Teilens – Kann die Sharing Economy es erfüllen? Quelle: Pixabay.

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Gutes Handy, böses Handy

Über die Auswirkungen exzessiver Smartphone-Nutzung

Vor gar nicht allzu langer Zeit nutzten große IT-Firmen wie IBM zum Rechnen noch riesengroße quaderförmige Kisten, heute steckt in einem Smartphone die gleiche Rechenleistung, die die NASA in den 1960er-Jahren für ihr Apollo-Programm zur Verfügung hatte. Tatsächlich hat sich die Technologie rasant entwickelt und wir bedienen uns ihrer wie selbstverständlich. Sinnbildlich dafür steht das Smartphone, das längst nicht mehr nur ein technisches Gimmick ist, sondern mittlerweile tief in unserem Alltag verwurzelt zu sein scheint. Zahlen der ARD zufolge besitzen etwa drei Viertel der Deutschen ein Smartphone und verbringen damit durchschnittlich drei Stunden am Tag. Wir telefonieren, chatten, shoppen und schauen Filme und Serien über unsere kleinen Begleiter. Kaum eine Stunde des Tages vergeht ohne dass wir den Blick auf sie richten. Obwohl in vielen Dingen äußerst hilfreich (ohne hier alle positiven Aspekte aufzuzählen), müssen auch die Schattenseiten der Technik betrachtet werden. Dieser Beitrag unternimmt einen Versuch in diese Richtung.

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Smartphones: Der neue beste Freund des Menschen?! Quelle: Pexels.

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Elektromobilität

Fahren deutsche Autobauer nur hinterher?

Die Deutschen und die Autos – seit jeher eine Liebesbeziehung. Als eines von nur noch wenigen Ländern leistet sich die Bundesrepublik noch Autobahnen ohne Tempolimit. Die Einführung eines solchen im Wahlkampf zu erwähnen, ist ein Schuss ins eigene Bein. „Freie Fahrt für freie Bürger“, lautet das niemals aussterbende Totschlagargument. Darüber hinaus ist die deutsche Automobilindustrie der mit großem Abstand bedeutendste nationale Industriezweig und das Land der weltweit größte PKW-Exporteur. Auch ein Zeichen für die globale Wertschätzung, die deutschen Autos entgegengebracht wird – zumindest galt dies, bevor der Abgasskandal die weiße Weste von VW und anderen deutschen Marken stark beschmutzt hat. Die Manipulation von Abgaswerten ist aber nicht nur bloße Schummelei, um Entwicklungskosten zu sparen. Es ist auch ein Signal dafür, dass Autobauer mittlerweile an Grenzen stoßen, wenn sie Autos mit klassischem Verbrennungsmotor an die immer strenger werdenden Umweltstandards anpassen müssen. Der Reformdruck deutet auf ein klares Ziel hin: Elektroautos.

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Vorbote der Zukunft – Elektroauto an der „Tankstelle“. Quelle: Pixabay.

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Stillstand im Kopf

Warum wir wieder von der Zukunft träumen sollten

Ein Uni-Campus im Süden der USA, ein eloquenter Mann am Rednerpult und eine gebannte Zuhörerschaft – mehr brauchte es vor über 50 Jahren nicht, um Geschichte zu schreiben: „We choose to go to the moon in this decade and do the other things. Not because they are easy, but because they are hard.“ Mit diesen monumentalen Worten verkündete John F. Kennedy am 12. September 1962 den Startschuss für jene Mission, die auch heute noch als die größte Errungenschaft der Menschheit gilt: die Mondlandung. Heute fragt man sich, wo der Enthusiasmus von damals geblieben ist. Wer erlaubt sich in unserer schnelllebigen Zeit überhaupt noch den Luxus von Träumen und Visionen?

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Blick auf die Erde aus dem All: Wann haben wir seit der Mondlandung das letzte Mal geträumt? Quelle: Pexels.

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Aussterbende Sprachen

Wenn man keine Worte mehr hat

Als Student der lateinischen Sprache, der sich zudem auch noch Kenntnisse im Altgriechischen aneignen musste, vergeht kein Jahr, in dem man sich nicht – mal mehr, mal weniger scherzhaft – anhören kann, dass man sich „toten“ Sprachen widme, die keine Rolle mehr spielen, weil es niemanden mehr gibt, der sie spricht. Tatsächlich geht es sowohl dem Lateinischen wie auch dem Altgriechischen noch ganz gut: Sie werden an Schulen und Universitäten gelehrt, sind Grundlagen vieler wissenschaftlicher Begriffe und haben einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der Welt. Es gibt sogar einige durchaus ambitionierte Projekte, was das Sprechen betrifft. Während in Bezug auf diese beiden alten Sprachen von „tot“ keine Rede sein kann, stehen andere tatsächlich kurz davor, für immer zu verschwinden. Im heutigen Artikel soll es um diese bedrohten und aussterbenden Sprachen gehen.

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Visualisierte Sprachenvielfalt – aber reicht nicht auch nur „Hello“? Quelle: Pixabay

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Die langweilige Zukunft

Von der Orientierungslosigkeit junger Menschen

„Zukunft“, das klingt nach Aufbruch, nach Erneuerung, nach (technologischem) Fortschritt, kurz: nach einem besseren Leben. Das bloße Wort „Zukunft“ sollte normalerweise also reichlich positive Konnotationen hervorrufen. Vielen Menschen bereitet sie jedoch zunehmend Angst. Besonders in meiner Generation hat man zuweilen das Gefühl, dass Zukunftsängste eine bedeutende Rolle spielen. Dabei ist die Furcht vor globalen Phänomenen (z.B. Flüchtlinge, internationaler Terrorismus, Klimawandel etc.) meiner Meinung nach oft weniger gravierend als die Angst vor der eigenen, persönlichen Zukunft und dem möglichen Scheitern. Was mache ich eigentlich mit meinem Leben? Diese Frage bleibt – auch bedingt durch eine größer werdende Orientierungslosigkeit unter jungen Menschen – immer häufiger unbeantwortet.

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Einfacher gesagt als getan: Viele jungen Menschen wissen nicht, was sie „lieben“. Quelle: Pixabay.

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