Das Produktivitätsparadox

Über zurückgehende Produktivität in Zeiten der Innovation

Produktivität ist längst nicht mehr nur ein Terminus aus der Ökonomie, sondern seit einiger Zeit auch in der politischen Arena angekommen. Denn: eine Steigerung der Arbeitsproduktivität, also die Erhöhung des Outputs (Produktionsergebnis) pro eingesetzter Input-Einheit (z.B. Arbeit), geht in der Regel mit jenem wirtschaftlichem Wachstum einher, das Politiker nur allzu gerne im Munde führen, wenn es auf Wahlen zugeht. Tatsächlich kann mit einigem Recht die These vertreten werden, dass es Menschen wirtschaftlich besser geht, wenn eine Gesellschaft Wachstum und Produktivitätssteigerungen generiert, da dann meistens auch die Löhne steigen. Dumm nur, dass die Arbeitsproduktivität in den westlichen Industrien schon seit einiger Zeit stagniert, in manchen Ländern gar rückläufig ist. Wie passt dies mit dem Hype um die Wertschöpfungspotenziale der Digitalisierung zusammen, die bereits seit der Jahrtausendwende propagiert werden? Werden wir überhaupt nicht produktiver oder bilden vorherrschende Untersuchungen das Konstrukt „Produktivität“ nur unzureichend ab?

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Verschafft uns die vollständig vernetzte Welt bald große Produktivitätssprünge oder handelt es sich schlicht um Propaganda aus dem Sillicon Valley? Quelle: Pixabay.

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