Privatisierung

Schlanker Staat – Besserer Staat?

Aus früher Kindheit oder Gesprächen mit älteren Mitmenschen mag sich unsere jüngere Leserschaft vielleicht noch an Bezeichnungen und Ausdrucksweisen erinnern, wie: „Er ist Bahnbeamter“ oder „Ich gehe zum/aufs Postamt“. Für Menschen, die erst ab den späten 1980er Jahren geboren sind, erscheinen solche Ausdrücke altertümlich und unpassend. Wir würden eher von einem Bahnangestellten oder einer Postfiliale sprechen. Den Grund dafür kennen die meisten sicherlich: Die deutsche Bahn, die Post, aber auch die Lufthansa oder die Telekom waren bis vor etwas mehr als zwanzig Jahren in staatlichem Besitz und ihre Arbeitskräfte zum größten Teil Beamte. Ab den 1990er Jahren wurden diese Behörden jedoch in Teilen oder auch ganz zu privaten Unternehmen, die neue Arbeitskräfte nur noch als Angestellte einstellten, auch wenn Bezeichnungen wie „…beamter“ noch weiterleben. Der jüngeren Generation ist der alte Status dagegen schon gar nicht mehr bewusst. Dennoch ist das Thema Privatisierung nach wie vor brandaktuell, zuletzt standen die deutschen Autobahnen diesbezüglich im Fokus. In diesem Artikel soll ein wenig ausgeleuchtet werden, ob und wann sich Privatisierung lohnt, wann nicht, und wann sie vielleicht sogar zu einer Gefahr wird.

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Die öffentliche Infrastruktur – Besser aufgehoben in privater Hand? Quelle: Pixabay.

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