Gutes Handy, böses Handy

Über die Auswirkungen exzessiver Smartphone-Nutzung

Vor gar nicht allzu langer Zeit nutzten große IT-Firmen wie IBM zum Rechnen noch riesengroße quaderförmige Kisten, heute steckt in einem Smartphone die gleiche Rechenleistung, die die NASA in den 1960er-Jahren für ihr Apollo-Programm zur Verfügung hatte. Tatsächlich hat sich die Technologie rasant entwickelt und wir bedienen uns ihrer wie selbstverständlich. Sinnbildlich dafür steht das Smartphone, das längst nicht mehr nur ein technisches Gimmick ist, sondern mittlerweile tief in unserem Alltag verwurzelt zu sein scheint. Zahlen der ARD zufolge besitzen etwa drei Viertel der Deutschen ein Smartphone und verbringen damit durchschnittlich drei Stunden am Tag. Wir telefonieren, chatten, shoppen und schauen Filme und Serien über unsere kleinen Begleiter. Kaum eine Stunde des Tages vergeht ohne dass wir den Blick auf sie richten. Obwohl in vielen Dingen äußerst hilfreich (ohne hier alle positiven Aspekte aufzuzählen), müssen auch die Schattenseiten der Technik betrachtet werden. Dieser Beitrag unternimmt einen Versuch in diese Richtung.

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Smartphones: Der neue beste Freund des Menschen?! Quelle: Pexels.

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Elektromobilität

Fahren deutsche Autobauer nur hinterher?

Die Deutschen und die Autos – seit jeher eine Liebesbeziehung. Als eines von nur noch wenigen Ländern leistet sich die Bundesrepublik noch Autobahnen ohne Tempolimit. Die Einführung eines solchen im Wahlkampf zu erwähnen, ist ein Schuss ins eigene Bein. „Freie Fahrt für freie Bürger“, lautet das niemals aussterbende Totschlagargument. Darüber hinaus ist die deutsche Automobilindustrie der mit großem Abstand bedeutendste nationale Industriezweig und das Land der weltweit größte PKW-Exporteur. Auch ein Zeichen für die globale Wertschätzung, die deutschen Autos entgegengebracht wird – zumindest galt dies, bevor der Abgasskandal die weiße Weste von VW und anderen deutschen Marken stark beschmutzt hat. Die Manipulation von Abgaswerten ist aber nicht nur bloße Schummelei, um Entwicklungskosten zu sparen. Es ist auch ein Signal dafür, dass Autobauer mittlerweile an Grenzen stoßen, wenn sie Autos mit klassischem Verbrennungsmotor an die immer strenger werdenden Umweltstandards anpassen müssen. Der Reformdruck deutet auf ein klares Ziel hin: Elektroautos.

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Vorbote der Zukunft – Elektroauto an der „Tankstelle“. Quelle: Pixabay.

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Das Zeitalter des Politainments

Wenn Politik zur Show verkommt

Es vergeht aktuell kein Tag an dem die hiesige Medienlandschaft nicht darauf aufmerksam macht, wie sehr sie den in den nächsten Tagen endgültig abtretenden Barack Obama vermissen wird. Videos seiner besten Momenten (meist lachend und tanzend mit diversen Musik-Legenden), nicht aufhörende Collagen aus Schnappschüssen seiner Amtszeit, die das Leben „hinter den Kulissen“ dokumentieren sollen sowie unzählige Kommentare, die sein politisches Vermächtnis doch recht wohlwollend bewerten (die Republikaner sind halt Schuld!). Dabei fällt auf, dass es erschreckend wenig um die eigentlichen Inhalte seiner Politik geht, die ja durchaus auch zu kritisieren wären (Stichwort „Drohnenkrieg“), sondern vielmehr um die Person Obama, seine Frau Michelle sowie seine gesamte Familie. Es soll in diesem Beitrag also nicht darum gehen, die Zeit Obamas und ihre Erfolge bzw. Misserfolge zu beleuchten, sondern vielmehr darum, dass und wieso Inhalte in der Politik schon längst keine Rolle mehr spielen.

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Obama mit der ehemaligen Kunstturnerin McKayla Maroney: Wo hört Politik auf und wo fängt Show an? Quelle: Pixabay.

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Von der Angst der Märkte

Rechtspopulisten schüren Angst vor der Globalisierung

Ein Gastbeitrag von Karsten Seidelmeier, Student der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Passau.

Einer der Eckpfeiler für den Erfolg der weltweiten rechtspopulistischen Bewegung ist das angebliche Übel der Globalisierung. Neben Themen wie Migration, Terrorismus und Krieg hat auch die Wirtschaftspolitik eine tragende Rolle inne. „Der Euro muss weg!“ ist wohl eine der bekanntesten Parolen, die einem in den vergangenen Monaten in die rechte Ohrmuschel dröhnte. Zwar wissen die meisten Europäer nicht einmal welche positiven oder negativen Auswirkungen eine Abschaffung des Euros hätte, aber man muss zugeben, dass die Aussage zweifelsohne einen intensiven Klang hat. Durch die steigende Zustimmung für die Populisten bildet sich also auch im Bereich der Wirtschaft eine gewisse Besorgnis heraus. Besonders nach der Wahl Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten liest man immer häufiger Meldungen über die Sorge von Konzernen über seine Auswirkungen auf die Märkte. Es kommt also die Frage auf, ob und inwieweit die geforderte Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik eine Gefahr für die weltweite Marktwirtschaft darstellt.

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Noch drehen sich die Zahnräder der Weltwirtschaft. Quelle: Pixabay.

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