Wahlsysteme

Andere Länder, andere Sitten

Am 8. November wählen die USA ihr neues Staatsoberhaupt. Wer die Vorberichterstattung oder den Wahlabend im Medium seiner Wahl verfolgt, der wird sicherlich mindestens einen erklärenden Beitrag zum amerikanischen Wahlsystem sehen, lesen oder hören, in dem auf das System des Wahlmännerkollegiums und die entscheidende Bedeutung der Swing States hingewiesen wird. Ein solcher Hintergrundbeitrag ist durchaus legitim, unterscheidet sich die amerikanische Prozedur doch erheblich von der unseren und erscheint uns im Vergleich vielleicht sogar unlogisch oder unfair. Im heutigen Artikel soll es deshalb um die verschiedenen Möglichkeiten der Stimmenzählung in demokratischen Wahlen und deren Konsequenzen gehen.

ballot-box-32384_640

Dieser Schritt ist überall gleich. doch wie geht es danach weiter? Quelle: Pixabay.

Weiterlesen

Der Siegeszug des Kaffees

Eine Bestandsaufnahme

Großbritannien galt einst als Land der guten Umgangsformen und des gepflegten Small-Talks. Nicht umsonst sprechen wir im Deutschen noch heute von der „feinen englischen Art“, wenn wir etwas als besonders angenehm und höflich empfinden. Es braucht daher nicht viel Fantasie, um sich zwei aristokratische Gentleman im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts vorzustellen, wie sie sich bei einem frisch aufgebrühten Darjeeling angeregt über die Welt unterhalten. Dass das Klischee heutzutage vermutlich nicht mehr stimmt, dürfte jedem klar sein, ein Stück Kultur hat sich Großbritannien über die Jahrhunderte jedoch bewahrt: die tea time. Auch im 21. Jahrhundert gehört das Land mit einem geschätzten Teekonsum von 94.100 Tonnen pro Jahr (2013) zu einer der führenden Teetrinker-Nationen. Doch es deutet sich ein Kulturwandel an oder wie englische Zeitungen bereits titeln: „Is Britain falling out of love with tea?“

pexels-photo.jpg

Jung, cool, dynamisch: Das Kaffeehaus – ein globales Erfolgsmodell. Quelle: Pexels.

Weiterlesen

Geld kommt, Geld geht

Von der Psychologie des Konsums

Für unseren Artikel zur Mietpreisbremse vor der Sommerpause dienten uns die unter jungen Leuten häufig zu hörenden Geschichten über die schwierige Suche nach einer Wohnung als Einstieg.  Einfallsreich wie wir sind, verwenden wir auch diesmal einen „Evergreen“ des studentischen Smalltalks als Aufhänger: Die Geschichte, wie schon eine Woche vor Monatsende das Konto blank war und man sich nur noch von Leitungswasser und Nudeln ernährt hat, bis endlich wieder Geld kam. Die Häufigkeit solcher Geschichten ist nicht unbedingt verwunderlich, ist die Altersklasse der unter 30-Jährigen doch die ausgabenfreudigste der Bevölkerung und gleichzeitig diejenige mit dem geringsten Vermögen. Wie aber wird man, von einer gewissen Konsumlust abgesehen, sein Geld eigentlich immer wieder los? Im heutigen Artikel soll auf einige Geldgräber und Konsumfallen hingewiesen werden.

shopping-879498_640

Mal wieder zu viel eingekauft? Geldgrab Supermarkt. Quelle: Pixabay

Weiterlesen

Deutschland bald USA 2.0?

Über zunehmende Klagen und ihre Auswirkungen

Als ich heute morgen die Zeitung aufschlug, konnte ich es kaum glauben. Dort war zu lesen, dass Diskus-Olympiasieger Christoph Harting von einer Privatperson wegen seines ungebührlichen Verhaltens während der Siegerehrung in Rio angezeigt worden sei. Zwar war sein Benehmen in der Tat diskussionswürdig, doch darum soll es hier nicht gehen. Wirkt es nicht reichlich übertrieben, einen Sportler, der sich zudem bereits öffentlich entschuldigt hat, wegen eines solchen „Vergehens“ anzuzeigen? Oder sind Faxen bei der Siegerehrung neuerdings eine Straftat, die juristisch verfolgt werden muss? Natürlich muss jeder Einzelfall differenziert betrachten werden, doch wird man das Gefühl nicht los, dass heutzutage jede Lappalie prinzipiell zu einem Prozess führen kann. Sinnbildlich für die teils abstruse Klagelust der Deutschen steht dabei ausgerechnet das hiesige Bildungssystem.

classroom-2093744_640

Im Klassenzimmer: Was ist zukünftig noch erlaubt und ab wann könnte es schon zur Klage kommen? Quelle: Pixabay.

Weiterlesen