Medienkrise (1)

Das Zeitungssterben

Aus ihrer Schulzeit erinnern sich sicherlich noch viele an die klassische Lehrerfrage: „Wer von euch liest denn regelmäßig Zeitung?“, wenn es mal wieder darum ging, die Jugendlichen zu politischer Bildung anzuhalten. Die Meldungen waren dann meist eher spärlich gesät, vor allem, wenn man noch diejenigen abzog, die sich, wie auch der Verfasser, damit durchmogelten, immerhin mindestens täglich den Sport zu lesen. Dementsprechend wurde anschließend von den Lehrkräften ein entsprechend düsteres Bild gezeichnet und dringend dazu aufgerufen, doch regelmäßig eine Tageszeitung zur Hand zu nehmen. Während ein solcher Appell zu meiner Schulzeit noch für ein paar Gewissensbisse sorgte, muss man heute konstatieren, dass man als am Weltgeschehen interessierter Mensch nicht mehr auf eine Tageszeitung als Informationsquelle angewiesen ist.

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Bleiben immer öfter im Regal – Zeitungen. Quelle: Pixabay.

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Klimawandel

Wie lange hält die Erde unseren Konsum noch aus?

Dass der Klimawandel eine nicht zu leugnende Tatsache ist, scheint – von ein paar Hinterwäldlern in den USA abgesehen – mittlerweile jedem bekannt zu sein. Spätestens seit Al Gores preisgekrönter Dokumentation „An Inconvenient Truth“ („Eine unbequeme Wahrheit“) aus dem Jahre 2006 wissen wir, dass die Durchschnittstemperatur der Erde einen Negativ-Rekord nach dem anderen bricht, die Pole schmelzen, der Meeresspiegel ansteigt und neben den Lebensräumen vieler Tierarten auch unser, der des Homo Sapiens, bedroht ist. Aber auch ohne die Wissenschaft zu Rate zu ziehen, stimmen wohl die meisten rein subjektiv zu, dass das Klima bzw. Wetter immer unberechenbarer wird und beispielsweise Stürme immer heftiger ausfallen, wie derzeit im Süden Deutschlands zu beobachten ist.

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Lieblich anzuschauen, fatal fürs Klima. Viehzucht als einer der Hauptverursacher von Treibhausgasen. Quelle: Pixabay.

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Der Nachtschwärmer

Ein moderner Mensch

Dieser Artikel wird ein wenig anders sein als die vorangegangenen. Ich will diesmal nicht ein Thema problematisieren und zur Diskussion stellen, sondern am menschlichen Umgang mit etwas ganz Allgemeinem und Alltäglichem, nämlich der Nacht, die Entwicklung der modernen Gesellschaft veranschaulichen. Damit sei schon einmal vorgewarnt: Ich lasse heute den Historiker raushängen.

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Der Strip – Paradies für den moderneren Nachtschwärmer. Quelle: sarangib (Pixabay).

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Politische Kommunikation am Scheideweg (2)

Der Bundestag: Ein rhetorischer Scherbenhaufen

Hitzige Debatten, brillante Rhetorik und große Visionen – nationale Parlamente sind das Herzstück einer jeden Demokratie. Hier werden weitreichende Gesetze beschlossen, prallen unterschiedlichste politische Strömungen, Ideologien sowie Charaktere aufeinander und wird zur Meinungsbildung des Bürgers beigetragen. Was wie aus einer Selbstbeschreibung des Bundestages klingt, hat in der Tat relativ wenig mit der Realität parlamentarischen Arbeitens zu tun, die besonders in Deutschland zunehmend von einem Grauschleier rhetorischer Mittelmäßigkeit überlagert wird.

Haushaltsdebatte im Bundestag

Blick in den Plenarsaal des Bundestages: Professionalisierte Produktion heißer Luft. Quelle: Bundestag.

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